Donnerstag, 21. Mai 2015

Ein Alltagsding als Ausgangspunkt



Auf der Suche nach einem Künstler, der sich mit Alltagsgegenständen befasst, bin ich auf den jungen Tschechen Kristian Mensa gestoßen. Einfache, kleine Zeichnungen kombiniert er mit Dingen des Alltags. Die Ergebnisse sind witzig und setzen den Gegenstand in einen anderen Kontext, sodass er am Ende neu interpretiert wird.

Da wird zum Beispiel ein Sprühflaschenkopf zu einem Radfahrer umfunktioniert. Oder Anspitzreste werden Ballerinaröcke. Am Anfang steht also immer das Ding..

http://www.whudat.de/images/2015/05/Funny_Illustrations_Created_Around_Everyday_Objects_by_Kristian_Mensa_2015_02.jpg

Das "DING" aus dem Alltag ist momentan unser Thema. In der ästhetischen Forschung kann vieles Ausgangspunkt für künstlerisches Handeln werden. Ein "Ding" ist dabei besonders konkret und deswegen auch für die Sekundarstufe I besonders ansprechend. Kristian Mensa inspieriert uns in diesem Zusammenhang für erste Auseinandersetzungen mit dem "Ding".

Dies ist am Ende entstanden. Ein Sammelsurium unterschiedlichster Ansätze. Manchmal ist der Gegenstand dicht bei seiner Ursprungsfunktion geblieben, doch meist wurde ein völllig neuer Bedeutngskontext geschaffen. Da wird die Folie zum Fischschwanz, die Klopapierrolle zur Schnecke, ein Essstäbchen zur Harpune. Beim Ausprobieren und Experimentieren wurden die SchülerInnen im Laufe der Stunde immer mutiger.


































Samstag, 25. April 2015

.. und wir bringen Kunst in die Ordnung!

Wehrli macht wirklich vor keinem/r großen Künstler/in halt! Auch nicht vor Matisse und seinen Scherenschnitten. War das nicht der Blaue Akt II? 




Wehrli bringt also Ordnung in die Kunst. Soweit so gut. Aber kann man in die Ordnung auch die Kunst zurückbringen?

Ohne das Original von Matisse zu kennen bekommen die Schüler den sortierten "Wehrli". Den kennen sie ja bereits und wissen, was dieser so mit der Kunst anstellt. Wollen wir doch mal sehen, ob wir da nicht wieder ein bisschen Kunst in die Ordnung kriegen!


 

Erkennt ihr den Namen der
Künstlerin?































Die Klasse hat die Aufgabe auf ganz unterschiedliche Weise gelöst. Da sind Könige, Schlangen, Pferde und Wörter entstanden! Durch Ausprobieren, Verändern und Anordnen haben wir unsere eigenen Scherenschnitte erschaffen. Und als wir das Original von Matisse gesehen haben, da mussten wir wirklich zweimal hinsehen, um die sitzende Frau zu erkennen. Das hat Matisse schon ziemlich gut gemacht, meinte die Klasse. Die eigenen Werke mussten sich daneben aber nicht verstecken.

Matisse hat es ja mit seinen Scherenschnitten auch ganz ähnlich gemacht. Er hat seine Papierschnitte erst hin und her arrangiert, bevor er zu einem Bildergebnis gekommen ist, mit dem er zufrieden war.

Mit Matisse haben wir uns dann noch einmal genauer auseinandergesetzt. Wer war das eigentlich?
Das, was wir über ihn herausgefunden haben, wurde auf einer "Facebook"-Seite festgehalten.

Aha, jetzt haben wir ein bisschen eine Idee davon, wer Matisse war! 



Wir bringen Ordnung in die Kunst...

Der Schweizer Komiker und neuerdings auch anerkannter Künstler Ursus Wehrli hat sich mit einer ebenso einfachen wie genialen Idee Bekanntheit verschafft. Er er räumt auf. Aber eben nicht nur die eigenen vier Wände, sondern alles was ihm in die Quere kommt!

https://www.youtube.com/watch?v=GPeNVYKaYZE
http://www.kunstaufraeumen.ch/sites/all/themes/kunstaufraeumen/images/ursus-bg-square.png


Besonders hat es ihm die moderne Kunst angetan, denn dort herrscht ja manchmal wirklich ein fast unerträgliches Chaos! Was dann passiert, wenn Herr Wehrli Kunst aufräumt, ist wiederum eine ganz eigene Kunst. Liebevoll arrangiert er die Einzelteile eines Bildes nach Form, Farbe und Größe. Wie hier mit Kandinskys "Roter Fleck II"...



Hm, das wollen wir doch glatt auch einmal ausprobieren... 
Die SchülerInnen dürfen einmal auf ganz unkonventionelle Art an einen Kandinsky herangehen.
Zerschneiden, sortieren, aufkleben. Et voila!


Puh. Das war ganz schön anstrengend! Aber wollen wir eigentlich so viel Ordnung in der Kunst?












Crazy Eggs!

Es ist kurz vor den Osterferien und eine größere Einheit ist abgeschlossen. Auf der Suche nach einem kleinen Lückenfüller mit jahreszeitlichem Bezug stolpere ich über folgende Ostereierkunst:

http://www.shz.de/img/incoming/crop3012026/9566136971-cv16_9-h335/Osterei01.jpg 

Die frech-fröhlichen Gesichter der Ostereierkünslterin Kerstin Dischereit aus Leipzig haben sofort mein Herz erobert! Aber jetzt noch Eier besorgen und auspusten? Puh! Wäre schön gewesen, aber aus Zeit- und Geldgründen haben wir mit Papier improvisiert. An einem Bindfaden lässt sich die fetzige Osterdeko auch wunderbar aufhängen. Die Schüler und Schülerinnen haben mit Eifer und Hingabe ganz unterschiedliche Ausdrücke und Charaktere geschaffen, die sich sehen lassen können.

(Jahrgangsstufe 5 und 7)
















Dienstag, 3. März 2015

Unterwasserballaden - Susanna Majuris märchenhafte Fotografien

In dieser Unterichtseinheit haben wir uns mit den Arbeiten Susanna Majuris auseinandergesetzt.
Ihre märchenhaften Unterwasserfotografien haben wir in der Ausstellung "In Other Worlds" in der Kieler Stadtgalerie kennengelernt und wurden von ihnen sofort fasziniert!

Majuri setzt für ihre Arbeiten Landschaften unter Wasser und lässt meist weibliche Protagonistinnnen vor diesen agieren.


In der Ausstellung....


Fotografien von Susanna Majuri.
Quelle:  http://www.galleriaheino.fi/nayttely.php?aid=120760&k=20138


....und nun in den Kunstraum!!



So großformatig wie Majuri können wir dieses Verfahren natürlich nicht umsetzen.
Aber die Nachahmung ihres künstlerischen Verfahrens wollen wir modellhaft im Kunstunterricht nachahmen.

Dazu nutzen wir Auflaufformen, Zeitschriften und Spielfiguren.. und natürlich Wasser!





Soweit meine Planung... aber wie setzen die Schülerinnen und Schüler das um?


























Es war für mich spannend zu beobachten, welche Ideen und Techniken von dern SchülerInnen entwickelt wurden!

 So wurde zum Beispiel erprobt was passiert, wenn man mit einem Schwamm Wasser in die Schale tropfen lässt und so das Wasser in Bewegung bringt. Was passiert, wenn ich das Wasser durch Pusten oder mit den Fingern bewege?



Hier einige Werke:



















Dies ist nun eine kleine Auswahl aus den vielen Ergebnissen dieser Stunde. Nicht alle Fotografien haben uns überzeugt und der Prozess des Ausprobierens, Experimentierens und auch das Verwerfen von Bildergebnissen war Teil unserer Arbeit. Das ist uns nicht immer leicht gefallen!

Am Ende dieser Einheit halten wir nun aber Ergebnisse in den Händen, mit denen wir sehr zufrieden sind. Deswegen wollten wir diese auch mit dem Rest der Schule teilen und haben unser Projekt in einer Ausstellung präsentiert.
Unsere Unterwasserfotografien projizierten wir in einem abgedunkelten Raum per Beamer an die Wand. In diesem übergroßen Format und durch das Licht des Beamers bekamen die nun noch eine ganz besonders ästhetische Qualität, die wirklich etwas märchenhaftes hatte!